Internationales Parlaments-Stipendium – Praktikum im Bundestag

Asif Masimov

Doktorand an der Humboldt-Universität zu Berlin

Das Titelbild: Deutscher Bundestag

Vom 1. März bis zum 31. Juli 2014 hat ich am Internationalen Parlaments-Stipendium des Deutschen Bundestages im Bundestagsbüro der Abgeordneten Katrin Kunert (Fraktion DIE LINKE) Praktikum geleistet. Hiermit möchte ich über meine Erfahrung berichten.

“Während des IPS-Programms habe ich sehr nützliche Erfahrungen gesammelt. Ich habe sehr gute Beziehungen zu Stipendiatinnen und Stipendiaten aus den Balkanstaaten, dem postsowjetischen Raum und Israel geknüpft, obwohl es auch einige Kontroversen unter den IPS-lern gab. Ich habe durch dieses Programm nicht nur etwas über die Arbeit im Bundestag gelernt, sondern auch über den Umgang mit Menschen aus verschiedenen Ländern. Innerhalb des Programms habe ich meine theoretischen Kenntnisse in Bezug auf Teamarbeit praktisch überprüft. Ich habe einige Initiativen ergriffen und versucht einige Veranstaltungen zu organisieren.

Ich will nun ausführlich meine wesentlichen Arbeitsfelder schildern:

Recherche: Da meine Abgeordnete stellvertretendes Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE ist, bezog sich meine Recherche vorwiegend auf diesen Bereich. Z.B. habe ich zur Entwicklung des Budgets der OSZE seit Anfang der 90-er Jahre bis 2013 recherchiert. Darüber hinaus habe ich über die Lage Moldau und Transnistrien eine Recherche angefertigt, weil unser Büro eine kleine Anfrage bezüglich dieses Themas an die Bundesregierung gestellt hat. Diese Aufgaben machten mit sehr viel Spaß, weil ich dadurch selbst nützliche gewinnen konnte und die OSZE wegen meiner Abschlussarbeit auch zu meinen Interessengebieten zählt.

Berichte: Darüber hinaus sollte ich innerhalb meiner Arbeit auch einige Berichte in Bezug auf meine Erfahrungen im Rahmen des IPS-Programms schreiben. Diese Berichte wurden später auf der Homepage meiner Abgeordneten veröffentlicht. Den ersten Bericht habe ich zu meinen ersten Tage im Deutschen Bundestag verfasst. Im zweiten Erfahrungsbericht ging es um die Arbeit innerhalb im Bundestag. Der dritte Bericht bezog sich auf unsere Seminarreisen im Rahmen des IPS.

Analyse von Texten: Manchmal sollte ich wissenschaftliche Texte lesen und dazu meine Meinung äußern oder kleine Notizen machen. Da meine Abgeordnete an Jahrestagung der OSZE in Baku teilnehmen sollte, habe ich mir die Entwürfe der Entschließungen angeschaut und kleine Notizen darüber angefertigt habe. Darüber hinaus habe ich einige Anträge der Linksfraktion oder wissenschaftliche Arbeiten gelesen und dazu meine Meinung geäußert.

Außerhalb der Arbeit im Büro hatte ich auch Gelegenheit einen Einblick in die Strukturen und Abläufe des Bundestages zu erhalten. Ich habe vier verschiedene Ausschüsse besucht. Als erstens habe ich zusammen mit meinem IPS-Kollegen Sergej aus Russland die Sitzung des Europaausschusses besucht. Ich habe interessante Eindrücke gewonnen. In den nächsten Sitzungswochen habe ich Menschenrechts- und Sportausschüsse, sowie den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung besucht.

In jeder Sitzungswoche traf sich die AG-Sicherheitspolitik der Linksfraktion.
Auf der AG-Sitzung konnte ich verfolgen, dass nicht alle Abgeordneten die gleiche Meinung vertreten. Darüber hinaus habe ich während meines Praktikums die Fraktionssitzung der Linksfraktion und Plenarsitzungen des Bundestages besucht.

Ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem IPS gewesen. Ich habe meine Kenntnisse übers das politische Geschehen in Deutschland vertieft, an vielen Veranstaltungen teilgenommen und viele neue Freunde gewonnen.

Mit aserbaidschanischen IPS’ern

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem IPS-Verwaltungsreferat für die gute Betreuung und die Unterstützung bedanken. Darüber hinaus richtet sich mein Dank an das Büro Katrin Kunert. Das war die schönste Zeit meines Aufenthalts in Deutschland.”

mehr übers IPS-Programm: https://www.bundestag.de/ips 

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